Fakenews und Medienkonsum

Ein paar Gedanken zu Verschwörungstheorien und Falschinformationen

Wie kann ich eine seriöse Quelle von einer unseriösen unterscheiden?

a) um welches Medium handelt es sich? Eine gute Wahl sind öffentlich-rechtliche Quellen wie ARD und ZDF, große Nachrichtenmagazine wie Spiegel, Zeit, Taz etc. Bei Youtubevideos genau gucken: über welchen Kanal läuft das Video und wo bin ich darauf gestoßen?

b) Wie ist etwas geschrieben? Heizt es die Emotion an? Sind Schuldzuweisungen auszumachen? Wird pauschal über Randgruppen berichtet? Seriöse Medien überschreiben subjektive Ansichten mit “Meinung” oder Kommentar. Unseriöse tarnen eine Meinung als objektiven Bericht

c) wird ein Sachverhalt völlig verkürzt wieder gegeben – und macht ganz klar einen Schuldigen aus (etwa als Meme)- lieber lassen. Niemand braucht verkürzte Argumentationswege.

d) Enthält der Beitrag Rechtschreib- und Grammatikfehler? Je mehr es sind, umso mehr ist von einem Mangel an Seriosität auszugehen.

e) Entspricht der Inhalt des Beitrags der Mehrheit der anderen Berichte (z.B. W. Wodarg behauptet, Corona sei nicht gefährlich) – bitte weitere Belege suchen. Nicht sich einen Artikel unter hundert suchen, der die eigene Meinung oder den eigenen Wunsch bestätigt. Generell nicht nach Belegen für die eigene Meinung suchen. Das ist nicht der Sinn von Information.

f) Googeln. Einfach zwei, drei Schlagworte des Artikels bei Google eingeben und schauen, was angezeigt wird. Zu vielen Falschmeldungen gibt es Beiträge etwa von mimikama.at, die einen Faktencheck machen. Da findet man etwa heraus, dass ‘der dubiose stillgelegte Flughafen, über den Flüchtlinge ins Land geschleust werden (denn da steht ein weißes Zelt)’, gar nicht stillgelegt ist, das Foto alt ist, dort keine Flüchtlinge sind und das Zelt für Reparaturen genutzt wurde. Zwei Klicks, die dafür sorgen, seine Mitmenschen nicht zu verunsichern – und vor allem nicht dümmer zu machen.

g) Niemals Kettenbriefe oder Gewinnspiele teilen. Meistens Quatsch und echt peinlich, wenn man darauf reinfällt

h) Sich immer fragen: muss ich das jetzt wirklich teilen und weiterverbreiten? Braucht die Welt das? Und wenn ich etwas teile: habe ich es ausreichend geprüft? Bin ich sicher, dass die Information stimmt?

Gründonnerstag…

Meine liebe Kollegin Christine Nagel-Bienengräber aus Eldena und ich möchten gern Gründonnerstag daran erinnern, dass die Jünger mit Jesus zusammen gegessen haben (für die theologisch Versierten: Einsetzung des Abendmahls). Normalerweise hätten wir in Polz einen Gottesdienst mit richtig gutem Abendessen gefeiert – das geht jetzt leider nicht. Daher wollen wir virtuell zusammen essen – mit einer Collage. Schickt mir gern ein Selfie, wo ihr (allein oder mit eurer Familie) an einem gedeckten Tisch sitzt. Was immer ihr darunter versteht. Unsere Grapherikerin Antje Martienßen wird aus allen Photos eine Collage gestalten, die wir digital und analog verbreiten werden. Man schauen, ob wir das hinbekommen!